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Sanktionen gegen Russland: Auswirkungen auf die Märkte

In diesem Beitrag wird spezifisch über die Auswirkungen der Invasion durch Russland auf die Märkte berichtet. 
Inhaltsverzeichnis

In diesem Beitrag wird spezifisch über die Auswirkungen der Invasion durch Russland auf die Märkte berichtet. 

Es werden unter anderem die Charts betrachtet, die aufzeigen werden, wie sich diese Sanktionen genau auf den Märkten widergespiegelt haben. 

Eine besondere Betrachtung wird hier dem Rubel zum US-Dollar und auch dem Ölpreis geschenkt. 

Nachdem Russland am 24.02.2022 in die Ukraine einmarschierte, wurden knapp 4 Tage später, am 28.04.2022 direkt verschiedene Sanktionen gegen Russland erhoben. Ein Ausschluss der russischen Banksysteme von SWIFT-System gehörte ebenfalls dazu. 

Das SWIFT-System ist eine internationale Genossenschaft, welche ein Telekommunikationsnetz zwischen den FInanzinstituten der gesamten Welt betreibt. SWIFT selbst ist eine Abkürzung für: Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. (Kurz: SWIFT)

Das SWIFT-System ermöglicht einen sicheren Informationsaustausch zwischen verschiedenen Ländern, sodass Banken aus der EU mit Banken aus Amerika kommunizieren können und verschieden Geldtransfers korrekt zuweisen können. 

Fast jeder wird bei einer Überweisung schon einmal über den BIC oder auch Bank Identifier Code gestolpert sein, welcher von SWIFT bereitgestellt wird, damit die Banken korrekt Zahlungsverläufe identifizieren können. 

Russland-Ukraine-Krieg - Ausschluss aus Banken-Netzwerk SWIFT als Sanktionsmittel | deutschlandfunk.de

Folgen der Sanktionen

Ein Ausschluss aus einem solchen System hat beispielsweise zur Folge, dass keine Transaktionen oder Überweisungen von einem deutschen Konto auf ein russisches Konto durchgeführt werden können. Man ist dadurch stark eingeschränkt, wenn man mit Personen aus anderen Ländern Geschäfte machen möchte. Zumindest dann, wenn man auf Überweisungen und SWIFT angewiesen ist. 

Mit dieser Sanktion sollte auf Russland Druck ausgeübt werden und ein Zeichen gesetzt werden, dass die Weltwirtschaft, oder zumindest die Teilnehmenden Länder das einmarschieren in ein anderes Land untersagen und verurteilen. 

Russlands Reaktion auf den Ausschluss aus dem SWIFT-System war dann, dass Gas und Öl nur noch in Rubel bezahlt werden konnten. Da Russland weiterhin einer der größten Energieexport-Länder der Welt ist , und mit Abstand der Größte in Europa, sind besonders die EU-Nationen immer noch teilweise von Russland abhängig, sodass die Reaktion Putins auf die Sanktionen nicht als Einseitige “Bestrafung” definiert werden kann. 

Welchen Einfluss Russland mit den Energie-Exporten auf die EU hat, haben wir schon in einem anderen Beitrag betrachtet: Russland-Ukraine Konflikt - eine Übersicht für Trader

Ebenso wurde ein Embargo ausgesprochen, welches ein Verbot der Exporte und Importe aus einem bestimmten Land vorschreibt. Demnach darf dann kein Öl oder Gas mehr aus Russland importiert werden. Öl-Embargo: So reagiert der Kreml - Politik - SZ.de

Das wirkt sich dann stark auf den jeweiligen Gas- bzw. Ölpreis aus. 

Besonders wenn es wieder auf die kalten Jahreszeiten zugehen wird, wird die Nachfrage nach den Energiequellen steigen und dann erhöht sich auch massivst der Preis. Also kann man festhalten, dass ein solches Embargo die Preise für Öl und auch Gas weiter anheben wird, was die Märkte klar und deutlich beeinflussen wird. Kurzum: Erhöhte Nachfrage (fehlende Anbieter auf dem Markt) → Steigender Preis 

Kursbetrachtung Ölpreis und Rubel zu Dollar 

Betrachtet wird der Kurs des Rubels zum US-Dollar in einem Tages Time-Frame. 

Nachdem Russland in die Ukraine einmarschiert ist, gab es 5 Tage in Folge einen starken Abverkauf, bis der Wert des Rubels auf ein Allzeittief gefallen ist.  Zu sehen hier: 

Man kann aber genauso deutlich erkennen, dass nachdem man Gas und Öl nur noch in Rubel bezahlen konnte, der Kurs einen direkten Anstieg verzeichnete. 

Auch in Summe ist diese Entscheidung Putins in den Märkten noch heute zu sehen, denn der Rubel zu Dollar Preis ist stetig weiter angestiegen. 

In Summe ist der Markt vom 07.07. bis zum 01.06. (Knappe 7 Wochen) fast nur angestiegen: 

Damit wurden auch andere ältere Preispunkte gebrochen. 

Schlussendlich kann man sagen, dass sich Russland und China weitestgehend autonom aufstellen möchten und mit sicherheit ein eigenes “SWIFT” System anpeilen. Somit garantieren sie eine Unabhängigkeit von der restlichen Weltwirtschaft. 

Durch eine solche Entscheidung und die aktuell schon herrschende Abhängigkeit des Westens von China und Russland können sich die Preise vorteilhaft für diese beiden Staaten entwickeln. 

Auch der Ölpreis spiegelt wider, wie sich die Sanktionen auf die Märkte ausgewirkt haben: 

Der Ölpreis ist direkt nach der Sanktionen des SWIFT-Systems angestiegen. In diesem Beispiel hat sich der Ölpreis um fast 40$ erhöht, was einen starken Anstieg darstellt. Zudem ist auch weiterhin kein Ende in Sicht, was bedeutet, dass sich der Ölpreis auch in Zukunft noch weiter nach oben entwickeln kann.

Wenn du dir diese Informationen noch einmal als Video sehen möchtest, findest du es auf unserem YouTube-Kanal: Sanktionen gegen Russland: Auswirkungen auf die Märkte

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